Die proximale Humerusfraktur

 

Zu einem Bruch des Oberarmkopfes kommt es durch einen direkten Sturz auf die Schulter oder auf den ausgestreckten Arm.

Es ist ein Bruch der häufiger bei älteren Menschen aufgrund der abnehmenden Knochenqualität (Osteoporose) vorkommt und  ca. 5% aller Knochenbrüche ausmacht.

 

 

Die Diagnose wird meist anhand des Röntgenbildes gestellt, ergänzend kann noch eine Computertomographie angefügt werden um den genauen Bruchverlauf zu visualisieren. Der Bruch führt zu starken Schmerzen bei geringster Bewegung.

 

 

 

Wenig verschobene und stabile Brüche werden konservativ behandelt. Dabei wird die Schulter in einem "Gilet" ruhiggestellt. Die Schmerzen aufgrund der Instabilität des Bruches führen häufig zu einer langen Ruhigstellung und einer daraus folgenden Schultersteife. Dies muss dann intensiv physiotherapeutisch angegangen werden.

 

 

Bei stark verschobenen Brüchen oder solchen, die im Gelenk eine Stufe verursachen, wird eine Operation empfohlen. Sie treten am Operationstag ein und der Eingriff wird in Vollnarkose durchgeführt. Dabei wird der Bruch mit einer Platte und Schrauben gerichtet und stabilisiert. Nach der Operation wird der Arm in einer Schlinge ruhiggestellt. In der Regel sind die Schmerzen unmittelbar nach der Operation bereits weniger, da der Bruch nun stabilisiert ist. Sofort beginnt man mit Pendelübungen und passiver Mobilisation der Schulter. Je nach Bruchstabilität kann auch mit aktiv assistierten Bewegungen begonnen werden. Nach 3 Monaten zeigt der Bruch bereits eine stabile Verheilung, so dass  der Arm uneingeschränkt wieder eingesetzt werden darf.

 

Als mögliche Spätfolgen sind bei Brüchen, die das Gelenk betreffen, die  Schulter-Arthrose zu nennen. Auch kann es durch Verletzungen der ernährenden Gefässe für den Oberarmkopf zu einem Absterben (Nekrose) des Kopfes kommen. Für beide Fälle besteht dann die Möglichkeit, mittels Schulterprothese die Beschwerden zu beheben.