Der Tennisellenbogen / Epicondylitis

 

Der Tennisarm ist ein schmerzhafter Reizzustand des Ellenbogens. Betroffen sind die Ansätze der Streckmuskeln des Vorderarmes an der äusseren Seite des Oberarmknochens. Die Sehnenansätze bekommen aufgrund einer Ueberreizung kleinste Mikrorisse, die zu einer Entzündung führen. Diese verursacht bei bestimmten Bewegungen erhebliche hartnäckige Schmerzen, welche bis in die Hand ausstrahlen können. Der Sehnenansatz ist druckschmerzhaft und es kann sogar zu einem Kraftverlust des Faustschlusses kommen. Oft entsteht diese Erkrankung nach einer starken einseitigen Belastung.

 

 

In der Regel heilt der Tennisarm mit konservativen Massnahmen aus. Dazu gehört eine Ruhigstellung, Wärme/Kälte, antientzündliche Medikamente sowie in der Physiotherapie: Reizstrom, Ultraschall oder Stosswellen. Das Tragen einer Epicondylitis-Bandage kann ebenfalls helfen. Manchmal hilft auch eine Kortisoninfiltration.

 

 

Helfen konservative Massnahmen nicht mehr so kommt die Operation in Frage. Hierbei wird über einen kleinen Schnitt in einer Teilnarkose (Plexusanästhesie) die betroffene Sehne eingekerbt um eine Entlastung und Reizminderung herbeizuführen. Die lokalen schmerzverursachenden Nerven werden durchtrennt. Nach der Operation wird der Ellenbogen für 2 Wochen in einer Schiene ruhighalten. Danach darf er kraftfrei in den nächsten 4 Wochen bewegt werden. Der Kraftaufbau beginnt nach 6 Wochen.