Der Plattfuss / Der Spreizfuss

Der Hohlfuss

 

Der Plattfuss ist eine Fussfehlstellung bei der das natürliche Längsgewölbe des Fussskeletts fehlt. Im Stehen hat die ganze Fußsohle Kontakt zum Boden.

Die Vorstufe des Plattfusses ist der Senkfuss. Auch bei dieser Form verliert das Fussskelett seine Längswölbung, allerdings liegt die Fußsohle noch nicht komplett auf dem Boden auf. Bei Kindern ist eine Senkfuss-Stellung bis zum 6 Lebensjahr normal, da sich das kräftige Längsgewölbe erst danach ausbildet. So gibt es entsprechende angeborene Plattfüsse, das Längsgewölbe richtet sich auch nach dem 6 Lebensjahr nicht auf, und die erworbenen Plattfüsse, bei denen einmal ein normales Längsgewölbe vorhanden war.

 

 

Die Symptome des Plattfusses sind oft gering. Es können Druckschmerzen auf der Sohleninnenseite entstehen bei bestimmten Fussbettungen in gewissem Schuhwerk. Die Fehlstellung kann aber auch zu Schmerzen in Knie, Hüfte und Rücken  führen durch Fehlbelastung v.a. beim längeren Stehen.

 

Die Therapie ist beim symptomatischen Plattfuss meist konservativ. Einlagen und Physiotherapie zur Kräftigung der Fussmuskulatur helfen häufig sehr schnell. Wenn allerdings gar keine Probleme vorhanden sind muss auch nichts unternommen werden. 

 

Der Spreizfuss

 

Der Spreizfuss ist die häufigste Fussfehlstellung und führt erst in der zweiten Lebenshälfte zu Beschwerden. Dabei senkt sich das Quergewölbe des Fusses ab, und der Vorderfuss verbreitert sich. Dadurch verlagern sich die Hauptbelastungspunkte beim Stehen und Gehen vom ersten und fünften Mittelfußknochen, die aus diesem Grunde am kräftigsten sind, auf den zweiten und dritten Mittelfußknochen. Es kommt zu Druckstellen und Hornhautbildung unter dem Fussballen. Wenn der Spreizfuss schmerzhaft ist helfen Einlagen, Pelotten und Fussgymnastik. Sehr häufig führt der Spreizfuss im Verlauf zur Ausbildung eines Hallux valgus und Hammerzehen.

 

Der Hohlfuss

 

 

Beim Hohlfuss ist das Längsgewölbe des Fusses stark überhöht. Dadurch kommt es zu einer vermehrten Belastung des Vorfusses mit entsprechender Schwielenbildung. Gleichzeitig entsteht eine Krallenzehen- oder Hammerzehen Deformität d.h. die Zehen nehmen eine Klauenstellung ein. Ist ein Hohlfuss symptomatisch, findet man Hilfe mit Einlagen (sog. Stufeneinlagen) und Nachtschienen. Auch Fussgymnastik zur Kräftigung der Muskulatur  kann hilfreich sein.